Nur einen Wimpernschlag für einen Newsletter

Newsletter müssen übersichtlich, kurz und prägnant sein. Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut. Wir splitten sie.

Ringen um Aufmerksamkeit

Ein Newsletter ist eigentlich eine kleine Zeitung, ein Blog, der die Abonnenten auf den neuesten Stand bringen soll. Die ungeteilte Aufmerksamkeit der Empfänger hat er nicht. Er konkurriert mit allen ungelesenen Mails im Posteingang, einer Benachrichtigung auf Facebook, einer Eilmeldung, auf dem Smartphone, einer WhatsApp Nachricht und womöglich klingelt gerade auch noch der Paketdienst an der Haustüre.

Nur einen Link entfernt

Der Newsletter, den ich heute verschickt habe, sieht aus wie ein Inhaltsverzeichnis. Er besteht aus Bildern zum drüber Scrollen, minimalistischen Texten, genauer einer Ansammlung von Leads, und mehr als vier oder fünf Häppchen sollten es am besten nicht sein. Ein kurzes Intro, ein Link zu einem Video in einer Mediathek und noch zwei, drei Termine und fertig. Die vollständigen Texte und ausführlichere Beiträge zu den einzelnen Themen habe ich auf der Homepage des Newsletter-Absenders platziert. Wer mehr wissen will, muss nur den Link anklicken. Alles andere würde länger als einen Wimpernschlag  Zeit in Anspruch nehmen und mutmaßlich vollkommen ungelesen weggeklickt.

Aufwand lohnt sich

Natürlich braucht so ein kurzer, sehr gut aufbereiteter Nachrichtenblock Zeit. Der Aufwand für griffige, kurze Texte war schon immer höher. Ich arbeite mit Mailchimp. Wenn die Botschaften ankommen und sich die Empfänger informiert und nicht erschlagen fühlen, hat sich der Aufwand gelohnt.

Hier geht es zum Muster-Newsletter.

Das macht die Schule aus…Imagebroschüre für die Gemeinschaftsschule Salem

Pünktlich zum ersten Infotag für die Eltern der Viertklässler ist die Imagebroschüre für die Gemeinschaftsschule Salem erschienen. Wir haben es so gemacht: DINA 4 quer, 28 Seiten, kurze prägnante Texte, Fotos, die den Schulalltag zeigen, und Testimonials von Schülern, Eltern und Lehrern. Konzept, Interviews und Begegnungen in der Schule haben viele neue Einblicke gebracht und Freude gemacht.

Eltern eine Schulart erklären

Ich denke, die größte Herausforderung ist es gewesen, Eltern eine Schulart zu erklären, die sie nicht aus eigenem Erleben kennen. Tschüs Klassenzimmer. Das pädagogische Konzept mit dem längeren gemeinsamen Lernen funktioniert nur, wenn tatsächlich stärkere und schwächere Schüler einer Jahrgangsstufe miteinander lernen. Sofort eingeleuchtet hat mir, dass auch die Stärkeren profitieren, weil sie den Stoff erst selbst durchdringen müssen, bevor sie ihn anderen Schülern, also den Schwächeren, erklären können und dass Stärkere durch die Wiederholung unbedingt selbst profitieren. Das Ganztagskonzept und rhythmisierte Schultage haben mich überzeugt. Sehr gut finde ich, dass Lehrer ihren Input bei Bedarf wiederholen und einer ganzen Klasse, einer kleineren Gruppe oder einzelnen Schülern den Stoff auch mehrmals erklären, wenn die Schüler signalisieren, dass sie ihn noch nicht verstanden haben. So vermeiden sie, dass sie Schüler abhängen, die dann auf Nachhilfe angewiesen sind.

Kommunizieren über Cloud

Über den Leistungsstand ihrer Kinder können sich Eltern auf einer Cloud informieren, wo die Lehrer detaillierte Informationen bereit stellen und und Rückmeldungen geben. Das erscheint mir eine zeitgemäße Form der Kommunikation zu sein. Da es mit Ausnahme des Lernens von Vokabeln keine Hausaufgaben gibt, haben die Eltern weniger Einblicke in das, was ihre Kinder gerade lernen. Ach ja, die Digitalisierung. Die Kinder arbeiten selbstverständlich auch am PC oder mit Tablets, die Schüler anderen Schülern selbst ausgeben.

Starke Schule 2017

In Salem habe ich engagierte Lehrerinnen und Lehrer, Lernbegleiter und Lerncoachs und viele selbstbewusste und entspannte Kinder getroffen. Das räumliche Konzept mit großzügigen Lernateliers, Lerninseln und Inputräumen entspricht den pädagogischen Anforderungen. Die Lage direkt am Salemer Schlosssee, beim Schlossseestadion und den Sportanlagen und in Nachbarschaft der gerade entstehenden neuen Gemeindemitte ist perfekt. Die Gemeinschaftsschule Salem, die 2017 von Kultusministerin Susanne Eisenmann als „starke Schule“ ausgezeichnet worden ist und Landessieger wurde, ist eine echte Vorzeigeschule.

Abitur in Salem

Die Gemeinde möchte, wenn es soweit ist, gern eine eigene Oberstufe einrichten. Das ist der Traum, den Gemeinde, Schule und Eltern gemeinsam träumen. Schülerinnen und Schüler könnten dann in Salem erstmals auch an einer staatlichen Schule Abitur machen. Eine Voraussetzung, damit es klappt, ist eine stabile Vierzügigkeit und eine Mindestanzahl von Kindern, die in der Gemeinschaftsschule auf Gymnasial- und Realschulniveau lernen.

Eltern stimmen ab

Die Eltern und die Salemer Kinder haben es selbst in der Hand. Ich drücke Salem die Daumen. Hier geht es zur Imagebroschüre.

 

 

#bcbs17

Blogger, digitale Nomaden, Netz-Enthusiasten, Menschen, die in der digitalen Welt aufgewachsen oder darin angekommen sind, die in der digitalen Umwelt leben und arbeiten, treffen sich am ersten Aprilwochenende, am Samstag und Sonntag 1. und 2. April, zum mittlerweile fünften Barcamp in Konstanz. Das Come Together ist schon am Freitagabend, 31. März, um 19 Uhr in der HTWG.

So funktioniert’s

Ein Barcamp, manchmal auch als Unkonferenz oder Ad-hoc-Nicht-Konferenz bezeichnet, ist eine offene Tagung, eine Open Source Plattform, mit offenen Workshops. Die Inhalte und den Ablauf des Barcamps legen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn der Tagung selbst fest und sie gestalten im weiteren Verlauf auch die Sessions. Bei einem Barcamp gibt es kein vorgegebenes Programm. Jeder Teilnehmer darf grundsätzlich über jedes Thema referieren und in den Sessions mitdiskutieren. Die einzige Voraussetzung ist: Das Angebot muss die anderen Teilnehmer interessieren. Jeder Barcampteilnehmer und jede Teilnehmerin kann eine Session vorschlagen und anbieten. Die Teilnehmer spüren während des Barcamps neue Trends auf, tauschen sich aus und teilen ihr Wissen. Die Teilnehmer kommen vor allem, um sich fortzubilden und zu netzwerken.

Zuerst in Kalifornien

Zum ersten Barcamp überhaupt lud Software-Entwickler, Verleger und Konferenzveranstalter Tim O’Reilly 2005 in Kalifornien ein. Ein Jahr später fanden schon die ersten Barcamps in Berlin und Wien statt, 2008 gab es das erste am Bodensee in Friedrichshafen und 2010 trafen sich zum ersten Mal Teilnehmer eines Barcamps in Konstanz. Auch in den USA gibt es weiterhin Barcamps zu unterschiedlichen Themen. Überregional bekannt sind die Veranstaltungen im Silicon Valley und den Großstädten an der Ostküste.

Erstes Aprilwochenende 2017

Finanziert werden Barcamps, besonders auch das Catering, hauptsächlich von Sponsoren. Außerdem braucht es Räume mit WLAN und Strom. Die Räume und die Infrastruktur fürs 8. Barcamp Bodensee 2017, Hashtag: #bcbs17, stellt wieder die HTWG Konstanz zur Verfügung. Die Hochschule liegt direkt am Konstanzer Seerhein. Organisator Oliver Gassner, der selbst schon an etwa 50 Barcamps teilgenommen hat, hat dieses Mal mit einer kleinen Teilnahmegebühr in Höhe von regulär 30 Euro kalkuliert. Jeder angemeldete Teilnehmer kann kostenfrei einen weiteren Teilnehmer anmelden und mitbringen. Sessions, Essen und Getränke, sind für die Teilnehmer kostenfrei. Wie spannend das Barcamp Anfang April in Konstanz wird, hängt allein von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ab. Wichtig für alle, die nicht unbedingt zu den Frühaufstehern gehören: Los geht’s am Samstag schon um 8.30 Uhr (bis 19 Uhr) und am Sonntag um 9 Uhr (bis 18 Uhr).

Mehr Infos und Anmeldung unter http://www.barcamp-bodensee.de/2017/02/anmeldung-zum-barcamp-bodensee-2017-313.html

Event-Hashtag für Twitter, Facebook, Google+: #bcbs17

Tag / Label für Weblogs, Flickr, delicious etc.: bcbs17

Webadresse: http://barcamp-bodensee.de

Worldcom Group stellt 10 Kommunikationstrends für 2017 vor

wak 20140330_125025Die Worldcom Public Relations Group hat die Kommunikationstrends für 2017 vorgestellt. Die Worldcom Group ist das weltweit führende Netzwerk inhabergeführter PR-Agenturen. Die Agenturen prognostizieren, dass in diesem Jahr Marken erfolgreich sind, wenn sie mit „überzeugenden Botschaften“ das Vertrauen gewinnen. Die PR-Profis erwarten also, verkürzt gesagt, einen Gegentrend zu Fake News und dem Kommunikationsgebaren eines US-Präsidenten Trump.

Retro-Trend: Zurück zu Vertrauenswürdigen Quellen

Die Kommunikationsprofis haben sogar eine Sehnsucht nach „Vertrauenswürdigen Quellen“ ausgemacht. Ob es tatsächlich so kommt, werden wir erst noch sehen. Im Moment scheinen ja übers Web verbreitete Informationen alle gleich richtig und wichtig zu sein, unabhängig von der Quelle.

Mit Fakten gegen Fakes

Bei der Kommunikation im Auftrag zum Beispiel von Mandatsträgern, Bürgermeistern oder Kommunen, im weitesten Sinn bei politischer Kommunikation, sind „Vertrauenswürdigen Quellen“ und Kommunikation auf Grundlage überprüfbare Fakten auf alle Fälle unverzichtbar. Mit Reaktionen, die auf Gerüchten und Emotionen beruhen, müssen wir umgehen.

Ein Trend: Bezahltes und Nachrichten verschwimmen

Weitere Trends seien die Verschmelzung von bezahlten und redaktionellen Inhalten, heißt es Pressemitteilung der HBI Helga Bailey GmbH. Auch die Verbreitung von Inhalten über Advertising bleibt wichtig. Das ist sicher richtig aber kein neuer Trend. Dass uns, wie es Blogger Sascha Lobo einmal ausdrückte, wichtige Nachrichten sowieso erreichen, stimmt zwar. Dabei, dass Botschaften ankommen, lässt sich aber sehr gut nachhelfen. Mein persönliches Lieblingsinstrument ist Facebookwerbung.

Noch ein Trend: Immer weniger Aufmerksamkeit

Visuelle Inhalte werden ebenso an Bedeutung gewinnen, prognostiziert die Worldcom Group weiter. Aufgrund von kürzeren Aufmerksamkeitsspannen werde es immer schwieriger, die Zielgruppen zu erreichen und zu begeistern. Auch das ist kein vollkommen neuer Trend und heißt nur: Ohne starke Fotos, Fotoserien, Comics, Grafiken und Videos kommen Botschaften nicht mehr an oder werden weniger stark beachtet. Wie Kommunikation ganz ohne Worte funktioniert, zeigte uns gerade Pete Souza, er kommt ganz ohne Worte aus und sagt trotzdem alles über den Unterschied zwischen Trump und Obama.

Mein Trend: Noch prägnanter und knapper

Das Allerletzte – es kommt nicht von der Worldcom Group – sondern von mir und betrifft die politische Kommunikation: Wir müssen uns von in der veröffentlichten Meinung von noch oft verwendeten Worthülsen und Begriffen des Establishments endgültig  verabschieden. Nötig ist es, noch klarer, verständlicher und prägnanter zu formulieren und auf gar keinen Fall darf die Kommunikation in Politiker-, Intellektuellen- oder Gremien-Sprech zu verfallen und jede Fachsprache sollten wir sehr konsequent in Alltagssprache übersetzen. Ballast muss weg. Trotzdem müssen die Texte so geschrieben sein, dass die Adressaten sie gern lesen. Das ist viel Handwerk und ein bisschen Talent.

Über die Worldcom Group

Neben der HBI Helga Bailey GmbH aus München haben Partneragenturen aus Albuquerque, Amsterdam, Atlanta, Bangkok, Brisbane, Brüssel, Budapest, Cleveland, Kopenhagen, Denver, Hong Kong, Indianapolis, Lima, London, Los Angeles, Milan, Minneapolis, New York, Paris, Prag, Phoenix, Rochester, Sao Paolo, St. Louis, Stockholm, Virginia Beach, Washington DC und Wisconsin teilgenommen.