Therme Lindau – Das Projekt

therme-lindau-luftbildDirekt an einem der schönsten Ufer des Bodensees entsteht ein neues Bad für Jung und Alt, für Lindauer Bürgerinnen und Bürger und Touristen, für Sportschwimmer und Actionfreaks, für Ruhe- und Erholungssuchende, für Gesundheitsorientierte und Genießer.

Das Magazin der Therme Lindau

Hier geht es zu dem Magazin, das am 15. September 2015 erschienen und in Lindau verteilt worden ist. Ein schöner Auftrag.

Texte für städtisches Mitteilungsblatt

rathaus-20160928_164716Als die Große Kreisstadt Überlingen vor fünf oder sechs Jahren beschloss, ihre Bürgerinnen und Bürger im städtischen Mitteilungsblatt intensiver über die Stadtpolitik zu informieren, holte sie mich ins Boot. Mein Auftrag war es von diesem Zeitpunkt an, Texte über Stadtthemen zu schreiben. Das Ziel, das ich mir steckte, war es von Anfang an, dies in verständlicher Sprache zu tun.

Der Faktencheck

Stadtnachrichten müssen immer inhaltlich korrekt sein, Schludrigkeiten sind nicht erlaubt. Denn das Mitteilungsblatt ist das „Organ“ der Gemeinde oder eben der Stadt. Wo kämen wir also hin, wenn oft sehr komplizierte Sachverhalte im amtlichen Mitteilungsblatt unrichtig oder zu plakativ dargestellt würden oder zum Beispiel falsche Zahlen genannt würden? Das darf im Amtsblatt – anders als in einer Zeitung – nicht passieren.

Gegenlesen hilfreich

Ich maile meine Beiträge nach dem Schreiben deswegen gern zum Faktencheck in die betreffende Abteilung, an meine Gesprächspartner. Das kann der Stadtarchivar sein, wenn es um ein stadtgeschichtliches Thema geht, oder die Abteilung Öffentliche Ordnung, wenn der  Beitrag als Imagegeschichte für den Gemeindevollzugsdienst eingeplant ist, oder die Abteilung Grünflächen, Umwelt und Forst, wenn ich über die städtische Streuobstwiese beim Schloss Rauenstein schreibe und mich mit alten Apfelsorten und Baumschnitt nicht unbedingt auskenne. Der Faktencheck hat sich bewährt. Freigegeben werden die Beiträge dann ganz zum Schluss von der Stadtspitze. Wichtig: Bei den Texten im Mitteilungsblatt handelt es sich um Öffentlichkeitsarbeit und nicht etwa um journalistische Beiträge. Letztendlich entscheidet die Stadtspitze, welche Themen wie ins Mitteilungsblatt kommen. Das ist nicht anders als bei anderen Kunden.

Bloß keine Fachsprache

Von Anfang an war es mein Anspruch, vor allem verständlich zu schreiben und Sachverhalte so darzustellen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auch ohne Vorwissen gut informiert fühlen. Unverständliche Verwaltungssprache, wie sie in Sitzungsvorlagen häufig zu lesen ist, war für mich immer tabu. Ich denke, ich habe es bisher ganz gut hingekriegt. Das Feedback, das ich persönlich für die Stadtnachrichten bekomme, ist meistens erfreulich.

Bürgerinformation ist Bürgerbeteiligung

Meiner Meinung nach braucht jede Stadt informierte Bürgerinnen und Bürger. Jede Bürgerbeteiligung beginnt mit der Information oder umgekehrt Bürgerinformation ist eine Form der Bürgerbeteiligung. Nur informierte Bürgerinnen und Bürger können sich eine eigene Meinung bilden und mitreden. Direkte Kommunikation ist ein Kanal von vielen Kanälen, um die Menschen in der Stadt zu erreichen. Ich denke, je geringer die Reichweite lokaler Zeitungen ist, desto wichtiger wird es für die Rathäuser, auch andere eigene Kommunikationskanäle zu nutzen.

Hier geht es zu Praxisbeispielen.

 

 

Das Bodensee-Therme Magazin im Frühsommer

saunagarten-erweiterung-gut-dsc02334Mit dem vergrößerten, einzigartig schönen Saunagarten und der exzellenten Saunagastronomie hat die Bodensee-Therme einen Mehrwert für ihre Gäste geschaffen. Die als Premium Sauna zertifizierte Sauna der Bodensee-Therme bietet jetzt mehr Platz bei Aufgüssen, mehr Garten, mehr Erholung und noch mehr kulinarischen Genuss. Im Frühsommer haben wir im Auftrag des Betreibers, der Aquapark Management GmbH, ein Magazin für die Bodensee-Therme Überlingen produziert. Fürs Layout war zum ersten Mal die Agentur Gravis in Konstanz zuständig. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht.

Lichtermeer und Lounge-Musik

Sobald es zu dämmern beginnt und sich der Sommerhimmel über dem See schwarz färbt, verwandelt ein Lichtermeer die Bodensee-Therme in einen magischen Ort. Auf Brüstungen, Mäuerchen, Absätzen und an Beckenrändern reihen sich unzählige kleine Lichter aneinander. Durch farbiges Glas schimmert das LED-Licht in zartgrünen, bläulichen, rosaroten und gelben Farbtönen. Zwischen den Gläsern haben die Thermenmitarbeiter zusätzlich kleine LED-Teelichter platziert. Endlos lange Lichterketten schlängeln sich durch das Bad. Aus der Ferne wirkt das Lichtermeer, als ob Kerzenschein die gesamte Bodensee-Therme illuminieren würde. Leise Lounge-Musik erfüllt an solchen Abenden im gesamten Sport- und Thermalbad sowie im Wellnessbereich den Raum.

Wer weiterlesen möchte, kann sich das PDF anschauen therme_ueberlingen

PR-Projekt „Mystik am Bodensee vom Mittelalter bis zur Moderne“

Dreh IMG_5196Mit einer spektakulären Ausstellung unter dem Titel „Mystik am Bodensee vom Mittelalter bis zur Moderne“ eröffnet das Städtische Museum Überlingen neue Einblicke in die mittelalterliche Frömmigkeit und das individuelle Erleben des Göttlichen, des rational Unerklärlichen. Gleichzeitig veranschaulicht die Ausstellung den Wandel der Spiritualität im Wandel der Zeit. Im Mittelpunkt der Sonderausstellung, die mit einer „Langen Nacht der Mystik“ am Palmsonntag, 29. März 2015, startet, stehen Persönlichkeiten wie der mittelalterliche Mystiker Heinrich Seuse (lateinisch Suso) sowie aktuelle Trendthemen, das Pilgern und die Esoterik, die heute Teil des Lifestyles unserer Gesellschaft sind. Aktuell sind wir damit beschäftigt, Pressetexte für die Ausstellung zu formulieren und das Drehbuch und Drehorte für den Trailer festzulegen. Wieder einmal ein spannendes PR-Projekt.

Mystik ist am Bodensee daheim

Mystik und Spiritualität ziehen die Menschen unserer Zeit zunehmend in ihren Bann. Der Bodensee gilt nicht zuletzt aufgrund seiner international bedeutenden Klosterlandschaft als eine der Mystik besonders nahe stehende Region. Die Strahlkraft der Klöster, die auch als Ausbildungsstätte der Mystiker dienten, war im Mittelalter außerordentlich hoch. Pilgerwege führen durch den Bodenseeraum und kreuzen sich. Zahlreiche „Kraftorte“ am nördlichen Bodenseeufer, wie etwa die Kapelle Maria im Stein nahe Überlingen oder die Wallfahrtskirche St. Maria in Betenbrunn, ziehen auch im 21. Jahrhundert Menschen an. Der Name Betenbrunn leitet sich von einem „christlichen Brunnen“ ab und bezeichnet einen Ort, an dem ursprünglich eine Quelle sprudelte, die in vorchristlicher Zeit als heidnische Kultstätte fungierte. Auch die Zahl der wiederentdeckten nichtchristlichen „Kraftorte“ mit vermeintlich magisch-spiritueller Aufladung und Ausstrahlung nimmt seit einigen Jahrzehnten im Bodenseeraum zu.

 Prominente Mystiker am Bodensee

Während des Mittelalters wirkten am Bodensee epochale Persönlichkeiten wie der später nahezu weltweit verehrte, 1831 selig gesprochene Heinrich Seuse oder bedeutende Mystikerinnen wie Seuses Schülerin Elsbeth Stagel und die während des Konstanzer Konzils wirkende „Gute Beth“, die schon zu Lebzeiten wie eine Volksheilige verehrt wurde. Auch Meister Eckhart, der bekannteste deutschen Mystiker, hielt sich um 1318 im Bodenseeraum auf, unter anderem im Nonnenkloster St. Katharinental bei Diessenhofen und höchstwahrscheinlich auch im Dominikanerkloster in Konstanz, dem heutigen Inselhotel.

 Thema zieht uns in den Bann

Transzendentale Erfahrungen, Wahrheits- und Sinnsuche treiben die Menschen des 21. Jahrhunderts um. Die Sehnsucht nach innerer Ruhe und das Ringen um Gelassenheit sind Phänomene unserer Zeit. Der Begriff „Mystik“ entstammt ursprünglich dem griechischen Wort „myein“ und bedeutet „sich schließen“. Er bezieht sich auf das Schließen von Augen und Mund. Der Begriff „Mystik“ bezeichnet in erster Linie das unmittelbare Erfahren und Erleben des Göttlichen oder Übersinnlichen. Zum ersten Mal widmet sich nun eine Ausstellung der Geschichte der Mystik am Bodensee vom Mittelalter bis zur Moderne.

Das Städtische Museum Überlingen präsentiert

Das Städtische Museum Überlingen versammelt in drei Räumen kostbare Kunstwerke und Kultobjekte zur Mystik am Bodensee. Mehr als 80 teilweise spektakuläre und noch nie gezeigte Bilder, Skulpturen und Objekte aus 1.000 Jahren Kultur- und Geistesgeschichte veranschaulichen die Besonderheiten der Mystik in ihren unterschiedlichen Erscheinungen und Facetten.

 Kraftorte am Bodensee

Zu den Kapiteln und Themen der Ausstellung zählen nicht nur die regionale Mystik des Mittelalters und die damit verbundenen Andachtsbilder. Zentrale Grundbegriffe wie „Spiritualität“ und „Erleuchtung“ werden ebenso illustriert wie die „Kraftorte“, die „Magie“, die „Alchemie“ und die „Esoterik“. Die Schau beschäftigt sich außerdem mit dem Themenkreis „Meditation“, wirft den Blick auf Paracelsus und streift Franz Anton Mesmers Animalischen Magnetismus. Darüber hinaus thematisiert die Ausstellung die Theosophie und Anthroposophie ebenso wie das weite, noch weitgehend unerforschte Feld der Musik in der Mystik.

Ganz große Bandbreite

Zudem werden neuere Entwicklungen aufgezeigt wie das Themenfeld „Asien am Bodensee“, das nach 1900 mit Hermann Hesse und Fritz Mauthner, dem legendären „Buddha vom Bodensee“, und dessen „Mystik ohne Gott“ zunehmend in das Blickfeld rückte. Seit den 1970-er Jahren gibt es buddhistische Zentren in der Umgebung des Bodensees, seit 1999 das überregional bekannte, von Hans Küng mitkonzipierte Weltkloster in Radolfzell. Seit 2009 existiert in Überlingen das in freier Trägerschaft geführte Suso-Haus als bisher einzige offizielle mittelalterliche literarische Gedenkstätte des Landes Baden-Württemberg.

Inspirierende Schau

Die Überlinger Ausstellung versammelt Kunstwerke aller Gattungen einschließlich Film und Fotografie, ferner Audiodokumente, Reliquiare, Kuriositäten und interaktive Installationen, welche die BesucherInnen zur persönlichen experimentellen Erfahrung einladen. Zu den Höhepunkten gehören kostbare mittelalterliche Kultobjekte sowie eine der letzten gemalten „Meditationen“ des populären Expressionisten Alexej von Jawlensky, der mit dem Kloster Beuron in Verbindung stand.

Termin

Sonderausstellung „Mystik am Bodensee vom Mittelalter bis zur Moderne“ von Mittwoch, 1. April, bis 19. Dezember 2015 im Städtischen Museum Überlingen. Die erste Medienmitteilung haben wir heute versandt.