Worldcom Group stellt 10 Kommunikationstrends für 2017 vor

wak 20140330_125025Die Worldcom Public Relations Group hat die Kommunikationstrends für 2017 vorgestellt. Die Worldcom Group ist das weltweit führende Netzwerk inhabergeführter PR-Agenturen. Die Agenturen prognostizieren, dass in diesem Jahr Marken erfolgreich sind, wenn sie mit „überzeugenden Botschaften“ das Vertrauen gewinnen. Die PR-Profis erwarten also, verkürzt gesagt, einen Gegentrend zu Fake News und dem Kommunikationsgebaren eines US-Präsidenten Trump.

Retro-Trend: Zurück zu Vertrauenswürdigen Quellen

Die Kommunikationsprofis haben sogar eine Sehnsucht nach „Vertrauenswürdigen Quellen“ ausgemacht. Ob es tatsächlich so kommt, werden wir erst noch sehen. Im Moment scheinen ja übers Web verbreitete Informationen alle gleich richtig und wichtig zu sein, unabhängig von der Quelle.

Mit Fakten gegen Fakes

Bei der Kommunikation im Auftrag zum Beispiel von Mandatsträgern, Bürgermeistern oder Kommunen, im weitesten Sinn bei politischer Kommunikation, sind „Vertrauenswürdigen Quellen“ und Kommunikation auf Grundlage überprüfbare Fakten auf alle Fälle unverzichtbar. Mit Reaktionen, die auf Gerüchten und Emotionen beruhen, müssen wir umgehen.

Ein Trend: Bezahltes und Nachrichten verschwimmen

Weitere Trends seien die Verschmelzung von bezahlten und redaktionellen Inhalten, heißt es Pressemitteilung der HBI Helga Bailey GmbH. Auch die Verbreitung von Inhalten über Advertising bleibt wichtig. Das ist sicher richtig aber kein neuer Trend. Dass uns, wie es Blogger Sascha Lobo einmal ausdrückte, wichtige Nachrichten sowieso erreichen, stimmt zwar. Dabei, dass Botschaften ankommen, lässt sich aber sehr gut nachhelfen. Mein persönliches Lieblingsinstrument ist Facebookwerbung.

Noch ein Trend: Immer weniger Aufmerksamkeit

Visuelle Inhalte werden ebenso an Bedeutung gewinnen, prognostiziert die Worldcom Group weiter. Aufgrund von kürzeren Aufmerksamkeitsspannen werde es immer schwieriger, die Zielgruppen zu erreichen und zu begeistern. Auch das ist kein vollkommen neuer Trend und heißt nur: Ohne starke Fotos, Fotoserien, Comics, Grafiken und Videos kommen Botschaften nicht mehr an oder werden weniger stark beachtet. Wie Kommunikation ganz ohne Worte funktioniert, zeigte uns gerade Pete Souza, er kommt ganz ohne Worte aus und sagt trotzdem alles über den Unterschied zwischen Trump und Obama.

Mein Trend: Noch prägnanter und knapper

Das Allerletzte – es kommt nicht von der Worldcom Group – sondern von mir und betrifft die politische Kommunikation: Wir müssen uns von in der veröffentlichten Meinung von noch oft verwendeten Worthülsen und Begriffen des Establishments endgültig  verabschieden. Nötig ist es, noch klarer, verständlicher und prägnanter zu formulieren und auf gar keinen Fall darf die Kommunikation in Politiker-, Intellektuellen- oder Gremien-Sprech zu verfallen und jede Fachsprache sollten wir sehr konsequent in Alltagssprache übersetzen. Ballast muss weg. Trotzdem müssen die Texte so geschrieben sein, dass die Adressaten sie gern lesen. Das ist viel Handwerk und ein bisschen Talent.

Über die Worldcom Group

Neben der HBI Helga Bailey GmbH aus München haben Partneragenturen aus Albuquerque, Amsterdam, Atlanta, Bangkok, Brisbane, Brüssel, Budapest, Cleveland, Kopenhagen, Denver, Hong Kong, Indianapolis, Lima, London, Los Angeles, Milan, Minneapolis, New York, Paris, Prag, Phoenix, Rochester, Sao Paolo, St. Louis, Stockholm, Virginia Beach, Washington DC und Wisconsin teilgenommen.

 

Botschaften für Social Media

Botschaften gelangen am Nadelöhr der klassischen Massenmedien vorbei in die Öffentlichkeit. Medienunternehmen verlieren ihre Torwächterfunktion. Die Grenzen zwischen Print und Online lösen sich auf. Wichtige Texte, die ausreichend viele interessant finden, erreichen die Menschen heute über soziale Netzwerke und Mikrobloggingdienste wie Twitter fast von selbst.  (mehr …)